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Hallo aus den Ferien
Nun ist auch noch das letzte Rennen, die Schweizermeisterschaft vorbei. Wie bereits im letzten Jahr fand die SM auf dem Corvatsch in St.Moritz statt. Die Quali überstand ich trotz einem groben Fehler gut. Die ersten zwei Heats konnte ich auch recht locker für mich entscheiden. Im Halbfinale bot sich mir dann das Spiegelbild der ganzen Saison, Start ein wenig verpatzt und eine vollbesetzte erste Kurve. Nach einem Gerangel musste ich mich an letzter Stelle wieder einreihen. Ich konnte nochmals Boden gutmachen und aufholen, doch leider fehlte mir im Ziel ca. einen Meter. Somit war der Traum von der Titelverteidigung geplatzt. Jetzt wollte ich wenigstens noch das kleine Finale für mich entscheiden, doch nichts da, ein Torfehler in der Startsection bremste mich aus. Es resultierte der 8.Platz.
Ich hatte auf einen versöhnlichen Saisonschluss gehofft, leider hat es nicht geklappt. Wenigstens bleibt der SM-Titel zum 5. mal in Folge in der WG Kunterbunt, Fabio sicherte ihn sich zum 4. mal. Gratulation! Fabio und ich haben unserer SM-Tradition wieder alle Ehre gemacht und sind in lustigen Anzügen gestartet. Es war ein guter Tag, meine ganze Familie war anwesend um mich zu unterstützen! Thanks Family inkl. Jessy mit Mami!
Nach einem heiterem Abend bin ich am nächsten Tag gleich ins Tessin gefahren, um ein wenig auszuspannen. Jetzt gilt es für mich mal ein wenig Abstand zu gewinnen, alles Revue passieren zu lassen und mir klar zu werden, wie es weitergeht. Denn seit der SM ist klar, Tim kriegt im nächsten Winter einen fixen WC-Platz und wir drei ( Ich, Fabio und Marvin ) müssen den Sommer über weitere 5 Selektionen fahren um den zweiten WC-Platz zu kriegen. Die anderen zwei müssen dann zurück in den Europacup, um da möglichst wieder einen Podestplatz in der Gesamtwertung rauszufahren. Dieser ist wiederum nötig, um im Olympia-Winter einen fixen Startplatz im Weltcup zu haben.
Wie ich bereits in meinem letzten Bericht geschrieben habe, ist mein Traum Olympia 2014 immer noch am Leben, jedoch hängt das Weitermachen von verschiedenen Faktoren ab. Trainer, Umfeld, Beruf, Sponsoren, Gönnner etc. Jetzt muss ich herausfinden, wie diese verschiedenen Faktoren zu mir stehen und welcher Weg mich nach Sochi bringen würde... Diese ganze Aufgabe gestaltet sich natürlich schwieriger mit nur "durchschnittlichen" Resultaten. Das Vertrauen meines Hauptsponsors SEDRUN BERGBAHNEN habe ich allerdings schon auf sicher, ein super Gefühl, Danke Silvio!
Und auch euch da draussen möchte ich an der Stelle nochmals Danke sagen. Danke an alle Gönner und Sponsoren, danke an alle, die mich in irgendeiner Form unterstützt haben!!
bis bald Hallo zusammen
Wieder ist eine Woche intensives Boardercrossen vorbei. Leider muss ich sagen, verliefen diese letzten Rennen im gleichen Stil, wie die anderen zuvor. Nach einem enttäuschenden 31. Platz am Mittwoch konnte ich leider am zweiten Rennen noch weniger punkten und wurde nur 46. Ich habe eine schwierige Saison hinter mir. Als einziger Schweizer vermochte ich mich zwar an jedem Rennen für die Finals zu qualifizieren, doch leider schaffte ich es in keinem Weltcup über die erste Runde hinaus.
Die Trainings liefen eigentlich ganz gut. Auch in den Qualis konnte ich einzelne Highlights setzen, wie zum Beispiel der 18. Platz in Stoneham. Also grundsätzlich ist Speed vorhanden und ich kann mit den anderen Fahrern mithalten. Doch leider vermochte ich in keinem Rennen mich so aus dem Startgate rauszuziehen, wie ich mir das vorgestellt hatte. Auf dem allerhöchsten Niveau mag es einen "nicht so guten Start" einfach nicht mehr leiden. Das Niveau steigt von Jahr zu Jahr extrem an und die Fahrer werden immer jünger und talentierter.
Mein Ziel Ende Jahr in der Weltrangliste unter den Top 30 zu sein habe ich deutlich verpasst, ich wurde gerade mal 54. Allerdings weiss ich ganz genau woran ich gescheitert bin. Nun könnte man natürlich denken: " Super, ich weiss woran ich arbeiten muss, also los, und nächste Saison nochmals voll angreifen." So einfach ist das leider nicht. Keiner von uns 4 CH-Männern vermochte sich in den Top 30 zu platzieren, somit verlieren wir 2 Startplätze nächstes Jahr, es bleiben also nur 2 Startplätze im Weltcup übrig. Nun liegt es leider wieder an unserem Trainer Harald, zu entscheiden, wen er mitnehmen möchte. Die anderen zwei müssten dann wieder zurück in den Europacup.
Im Moment kann ich leider nicht sagen, ob es für mich noch eine Zukunft im Boardercross gibt. Mein Ziel ist und bleiben die Olympischen Spiele in Sotchi 2014. Ich weiss noch nicht, wie viele Wege dorthin führen und ob es auch einen für mich gibt. Jetzt muss ich herausfinden, welche Lösungen in Frage kommen, und wie es für mich weiter gehen könnte. Meine Motivation ist keinesfalls kleiner geworden, ganz im Gegenteil, jedoch gilt es herauszufinden, wie realistisch es ist, allenfalls wieder eine Stufe zurück zu gehen. Verschiedene Faktoren sind entscheidend, leider liegt nicht alles nur in meiner Hand.
Alles was ich weiss ist, dass ich es liebe Boardercross zu fahren, dieses Adrenalin zu spüren, sich ständig auf einem neuen Kurs zu messen, Erfolgserlebnisse zu erfahren, mit Freunden das zu tun was man liebt, ständig an seine Grenzen und darüber hinaus zu gehen und und und... Also jetzt gilt es abzuwarten wie sich unser Trainer entscheidet und was für Lösungen es dann noch gibt. Mein Traum ist noch am Leben, ich hoffe nun, dass sich die harte Arbeit irgendwann bezahlt macht und ich noch weiter fighten kann bis Sotchi 2014.
In zwei Wochen darf ich noch meinen CH-Meistertitel in Silvaplana verteidigen. Ich hoffe, da nochmals alles zusammen zu kriegen, sodass ich diese Saison noch mit einem möglichst gutem Resultat abschliessen kann.
An dieser Stelle möchte ich mich aber noch bei allen bedanken, die mich diese Saison unterstützt und an mich geglaubt haben. bis bald Ciao aus Valmalenco!
Heute fanden die Qualifikationen fürs morgige Finale statt. Leider war der Tag von heftigen Windböen geprägt. Die ersten 20 Fahrer hatten noch super Verhältnisse, dann setzte der Wind ein und die Zeiten stiegen massiv an. Die Bestzeit war 59.01 sec. Kurz nachdem ich meinen ersten Qualilauf gestartet habe, war klar, ich habe Gegenwind. Blöde, denn der Kurs ist sehr Flach, daher kostet Wind einfach viel Zeit. Dementsprechend überrascht war ich, als ich mit einer Zeit von 1min 04sec ins Ziel kam. Auch der zweite Lauf war nicht besser, diesmal wenigstens für alle. Ich konnte mich nicht mehr steigern was die 44. Schlusszeit bedeutet. Ich hatte mir natürlich deutlich mehr erhofft, denn ich kann mehr! Aber wie immer habe ich alles gegeben und das letzte aus mir rausgeholt.
Morgen ist ein neuer Tag und ich bin in den Finals. Wie ihr alle wisst, kann in den Finals alles passieren. Neuer Tag, neues Glück. Ich werde voll attackieren und wieder alles geben. Der Kurs ist mega läss zum fahren, einfach genial. Ich werde da raus gehen, Spass haben und alles geben.
Vielleicht kommt das ganze sogar im TV, ich habe es leider noch nicht rausgefunden. Ev. kommt es auf irgendeinem RAI Sender...
Melde mich Morgen mit hoffentlich Goodnews wieder. Bis bald ÖM, DM, EC heisst so viel wie, Österreichische Meisterschaften, Deutsche Meisterschaften und Europacup. Das war meine Beschäftigung während der letzten Woche. Ich nutzte diese Rennen um einige Sachen zu probieren, um mich zu verbessern und zu trainieren. Es war zwar recht anstrengend aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich konnte viele Heaterfahrungen sammeln und meine Startausführungen nochmals vertiefen. Es herrschten sehr frühlingshafte Bedingungen, zum Teil schon fast sommerliche. In Saalbach wäre man schon beinahe mit dem Surfbrett runtergekommen. Dementsprechend musste man auch ganz fein fahren und nicht zu hart auf die Kanten stehen, denn sonst verlor man sofort sehr viel Zeit. Das war ein gutes Training bezüglich Brettgefühl.
Meine Resultate waren einen 9. Rang an den Deutschen Meisterschaften, der 16. Rang an den Österreichischen Meisterschaften und der 17. Rang am EC in Saalbach, alle Rennen waren mit sehr vielen Weltcup-Fahrern gespickt. Wieder einmal gab es auch ärgerliche Momente. So hatten wir zum Beispiel in Saalbach zu wenig Schnee im Startgate am Europacup. Gleich im ersten Heat zog ich mich super raus, mein Belag wurde hart gegen das Rohr vom Gate gedrückt, was eine enorme Bremswirkung auslöste. Ich stürzte beinahe und war in der ersten Kurve nur noch Zweiter, mein Gegner konnte seine innere Linie nicht halten und fuhr auf mein Brett. Mein Brett wurde unsteuerbar und ich stürzte. Die Situation ist gut sichtbar auf den beiden Fotos. Leider war somit in der ersten Runde Schluss. Aber alles in allem muss ich sagen, war es eine gute Vorbereitung auf das Weltcupfinale in Italien.
Morgen fahre ich nach Valmalenco ITA, wo die zwei letzten Weltcups stattfinden werden. Es geht da für mich nochmals um sehr viel bezüglich nächster Saison. Leider habe ich es noch nicht geschafft, mich in der Gesamtweltcupliste in den top 30 zu platzieren, dies ist jedoch immer noch mein Ziel. Es ist noch machbar, es bräuchte allerdings zwei gute Resultate. Also drückt mir die Daumen. Ich werde nochmals alles geben und probieren mein Letztes aus mir rauszuholen. Die Motivation hierfür habe ich und ich fühle mich fit. Also Let's do it!
Ich werde mich melden, sobald ich weiss, wo und wann die Rennen übertragen werden.
bis bald Hallo zusammen.
Noch ein wenig mit Jetlag aber gesund und munter, bin ich wieder zuhause angekommen. Die ersten Momente nach einer "Niederlage" sind für mich immer sehr schwierig. Oft bin ich dann hart mit mir selber und fange an, alles zu hinterfragen.
Was mich am meisten genervt hat, ist dass mein Start wiedermal nicht so funktioniert hat, wie er im Training immer funktioniert, nämlich super. Das heisst, ich war von Beginn weg gleich einmal hinten. Seit dieser Saison fahren wir ja zu Sechst in den Heats, das sorgt auch immer für ein gewisses Mass an Körperkontakt, was natürlich vor allem am Start der Fall war. Grundsätzlich bin ich lieber gleich von Beginn weg vorne und kann meine Linie ungestört durchziehen. Vielfach begehe ich Fehler wenn ich hinten liege. Ich lasse mich zu leicht beeinflussen und komme von meiner Ideallinie ab. Und wenn du im Boardercross nicht eine schnelle Linie fahren kannst oder dich nicht im starken Windschatten verstecken kannst, dann wird es echt schwierig.
Genau dies war leider einmal mehr der Fall. Ich kam nicht mehr genug nahe ran und verpasste die nächste Runde. Päng!
Nun gilt es allerdings, abhaken und nach vorne schauen. Ich bin zum Schluss gekommen, ich brauche mehr Heats. Nächstes Wochenende findet ein Doppeleuropacup in Saalbach Österreich statt. Gleichzeitig sind das auch die Österreichischen Meisterschaften, also habe ich was zu verteidigen, nämlich den Vize-ÖM-Titel :-) Ich wurde ja letztes Jahr zweiter an den ÖM. Ich hoffe, da noch einmal ein wenig Selbstvertrauen tanken zu können, bevor es dann nach Valmalenco ITA geht für die letzten zwei Weltcups.
Ich habe wieder neuen Mut gefasst und freue mich auf die nächsten Rennen.
Ps: Das Trainingsvideo von Stoneham findet ihr unter "Videos".
Bis bald Wieder in der ersten Runde out. Muss ich zuerst verdauen. Rennbericht kommt später. Hoffe auf euer Verständnis...
bis bald Heute waren die Qualifikationen zum Weltcup in Stoneham Canada. Beim Training im Vorfeld zu den Qualis lief es mir noch nicht super gut, doch ich konnte mich von Lauf zu Lauf steigern. Der erste Qualilauf war schon ganz gut, doch der zweite ist mir dann richtig gut gelungen, ich konnte ihn so fahren, wie ich es mir vorgenommen hatte. Es fühlte sich eigentlich nicht speziell an, umso mehr war ich überrascht im Ziel, als die 18. Qualizeit aufleuchtete.
Ich bin super zufrieden und gehe Morgen zum ersten Mal diese Saison von einer etwas besseren Startposition ins Rennen. Mein Teamgspänli Fabio Caduff ist auch noch in meinem Heat. Bin guter Dinge, dass wir das Ding morgen schaukeln werden.
Los geht es um 13.00 Uhr Ortszeit, das heisst 19.00 Uhr MEZ. Also bitte Daumen drücken. Ich bin top motiviert, vielleicht bringt mir ja dieses Stoneham einmal mehr Glück... We will see, let's fight again!!! |
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