Zu meiner Überraschung bekam ich letzte Woche noch ganz kurzfristig eine Einladung für das Saisonende in Finnland. Dieses Rennen war nur für geladene Gäste. Ein ganz anderes Format macht das Rennen so speziell, auch die Tatsache, dass es kein FIS Rennen ist und somit nicht um irgendwelche Rankings ging war schön. Es wird nach einem Punktesystem gefahren und jeder einzelne Atlet konnte mindestens 4 Runs machen. Am Schluss konnten diejenigen mit den meisten Punkten den Final bzw. den kleinen Final fahren.

Nur gerade 12 Fahrer waren am Start, 12 der besten Fahrer überhaupt. Nate Holland, Pierre Vaultier und Markus Schairer um nur einige davon zu nennen. Wir hatten eine super Stimmung, die meisten Fahrer waren ohne Trainer und ganz ohne Druck hier. Wir alle logierten in den selben Appartements, assen zusammen, trainierten alle zusammen und verbrachten einfach mal Zeit zusammen ausserhalb der gewohnten Teams. Dies kreirte eine ganz spezielle Atmosphäre, wir hatten einfach eine unglaublich gute Zeit.
Das Training lief super für mich, ich konnte mich sogar in einigen Heats gegen sehr gute Leute problemlos durchsetzen. Doch im Rennen, gleich nach den ersten Metern schlug das Pech wieder zu. Wir fuhren alle gleichauf über den ersten Sprung, bei der Landung verkanntete der Fahrer neben mir und krachte ungebremst in mich hinein. Ich konnte nichts mehr machen, es ging viel zu schnell und stürtzte voll auf meine rechte Schulter. Die Schmerzen waren riesig und ich konnte auf keinen Fall weiter fahren. Der Arzt sagte mir, er könne nicht viel machen und das nächste Krankenhaus war 200 Kilometer entfernt...
Ich biss also auf die Zähne, mein Rückflug war ja schon am nächsten Tag. Nun probierte ich noch den letzten Abend so gut es ging zu überstehen. Die Diagnose bekam ich dann zuhause, Riss der Bänder am AC-Gelenk. Zum Glück habe ich mir nichts gebrochen und benötige keine Operation. Aber es wird eine gewisse Zeit dauern, bis ich wieder voll fit bin.
Natürlich hatte ich mir mein Saisonschluss ein wenig anders vorgestellt, aber trotz allem war das eines der besten Rennen an dem ich je teilnehmen durfte.
Schon sehr bald werde ich euch hier über meine Zukunftspläne informieren. Besten Dank an der Stelle schon mal für den riesen Support von euch, all die Glückwünsche oder die tröstenden Worte! Ihr habt einen riesen Teil zu meiner Saison beigetragen. Danke!
Bis bald wieder
Hallo zusammen
So nun ist auch die Schweizermeisterschaft schon vorüber. Der Kurs war ungefähr wie immer... Das Wetter super und die Stimmung auch gut. Ein paar von unserem Team inkl. mir waren wieder lustig verkleidet. Leider büsste ich durch mein Hasenkostüm einiges an Zeit ein in der Quali, was mich dazu bewog im Rennen ohne mein Outfit zu fahren. Alles lief ok bis im Halbfinale, da verlohr ich durch meinen schlechten Startplatz einiges an Zeit gleich zu beginn weg. Glücklicherweise duellierten sich sich die zwei Fahrer vor mir so hart, dass sie stürtzten. Ich konnte profitieren und fuhr im Finale.

Da wollte ich dann aber gar nichts mehr anbrennen lassen und zeigte vom Start weg meine Ambitionen. Alles lief gut, es war zwar ein harter Fight mit vielen Brett- und Körperkontakten, doch ich konnte mein Vorsprung weiter ausbauen. Sicher in Führung liegend passierte mir in der vorletzten Kurve ein Mallheur und ich stürtzte. Ich konnte mich gerade noch auffangen als mich schon zwei meiner Gegner überholten. Der dritte Platz resultierte.

Das tat wirklich verdammt weh, ich war klar in Führung und machte so einen dummen Fehler, kurz vor Schluss. Tja, man lernt nie aus!

Ich dachte eigentlich schon, die Saison war hiermit beendet. Diese Woche bekam ich spontan noch eine Einladung für ein Price-Money-Race in Finnland. Ein spezielles Rennen mit nur 16 Teilnehmern und einem etwas modifizierten Rennmodus, so dass jeder Fahrer mindestens drei Läufe fahren kann. Nur die allerbesten sind am Start. Diese Chance werde ich nutzen und mal schauen, wie es am Polarkreis so ist. Schliesslich war ich noch nie so weit im Norden, ich freue mich total auf eine gute Zeit und nochmal so richtig gute Action!

Natürlich halte ich euch auf dem laufenden.
Sorry meine letzten News sind schon wieder etwas länger her. Die letzten Rennen kamen Schlag auf Schlag.
Am Heimweltcup in Veysonnaz fand ein altbekanntes Szenario statt. Ich schaffte die Quali mit einer mir immer noch unerklärlichen Zeit. Ich hatte gute Fights im Training und konnte mit starken Fahrern mithalten. In der Quali sah dann aber alles wieder ein wenig anders aus. Plötzlich einsetzender Wind machte eine faire Qualifikation wiedereinmal unmöglich. Mit einem sehr soliden Run wurde ich auf den 48. Qualiplatz zurückgespühlt. Ich war enttäuscht.
Gestärkt von den guten Trainingsruns ging ich also in die Heats. Nach einem kleinen Fehler am Start büsste ich allerdings auf der Highspeed-Startpassage schon ein wenig Zeit ein. Das Unglück war auf meiner Seite, als dann ein anderer Fahrer sein Gleichgewicht verlor und ich stark ausweichen musste. Ich verlohr zuviel Zeit und kam als fünfter ins Ziel. Der 39. Schlussrang war das Endresultat. Mit dieser Platzierung schaffte ich es leider nicht mehr in die top 50 der Weltrangliste und konnte somit leider nicht am Weltcupfinale in Spanien starten.

Diese Tatsache eröffnete mir die Möglichkeit am Europacup Finale in Lenk an beiden Europacups teilzunehmen. Am ersten Rennen markierte ich die Bestzeit in der Quali. Doch schon im zweiten Lauf geriet ich wieder mit einem Fahrer aneinander und verlor zuviel Zeit. 13. Schlussrang.
Am zweiten Rennen realisierte ich dann die 4. Qualizeit. Der Kurs lag mir gut und ich hatte echt Spass am Heat fahren. Meine beiden ersten Runden gewann ich problemlos. Im grossen Finale hatte ich wirklich einen starken Heat. Zwei der anderen drei Fahrer kämpften sogar noch um die Podestplätze im Gesamt-Europacup. Nach einem guten Start lag ich an Position zwei. Vor mir war nur noch der grossgewachsene Norweger. Ich kam noch dicht ran und einen Moment lang dachte ich noch, ich könnte an ihm vorbei kommen. Es war sehr eng. Leider reichte es schlussendlich nicht ganz und ich kam als sehr guter zweiter ins Ziel.
Ein zweiter Rang war ein sehr schönes Endergebnis. Ich bin das Wochenende über sehr gut gefahren und konnte viel positives mitnehmen. Meine Starts haben wieder super funktioniert und auch mein Carving wird immer besser. Die Lenk war also wieder einmal gut zu mir, wie schon so oft in der Vergangenheit. Nun bleiben also nur noch die Schweizermeisterschaften am 5. April in St.Moritz. Natürlich werde ich da wieder am Start sein, um mein allerbestes Snowboarden auszupacken. Auch da hatte ich ja schon einen sehr tollen Erfolg und wurde Schweizermeister... Ich freue mich schon jetzt riesig auf dieses Rennen mit einer super Atmosphäre.
Ich werde schon bald ein klärendes Gespräch mit meinem Trainer haben, ob und wie es für mich weitergehen wird. Natürlich werde ich euch auf dem laufenden halten.
bis bald
Hallo zusammen
Nachdem ich endlich mal wieder die Quali überstanden hatte, war ich guter Dinge für die Finals. Ich fühlte mich fit und ready für die Heats. Ich hatte nicht unbedingt Glück mit der Zusammensetzung meines Heats. Nate Holland, Jonathan Cheever, Xavier de le Rue und noch zwei sehr starke Österreicher waren meine Gegner. Jeder Heat ist gut, aber meiner war für die erste Runde schon richtig hart. Ich musste aufgrund meiner Qualiposition ganz rechts starten, was sicherlich kein Vorteil war wie sich herausstellte. Fast niemand hat es aus der Position in die nächste Runde geschafft. Aber das hatte ich mir ja selber zu verdanken...

Mein Start war sehr gut, ich war noch bei den Leuten. Leider verlor ich gleich nach der ersten Kurve ein wenig den Anschluss. Ich konnte zwar im unteren Teil des Kurses nocheinmal aufschliessen aber hatte keine Chance mehr zu überholen. Ich kann mir noch nicht genau erklähren, warum ich gleich nach der ersten Kurve den Anschluss verlor. Leider bin ich also wiedereinmal schon in der ersten Runde ausgeschieden, der 47. Schlussrang resultierte. Das habe ich mir natürlich nicht so erhofft.
Am Mittwoch geht es weiter nach Veysonnaz, ein weiterer Heimweltcup. Beim letzten Rennen dort fuhr ich eine gute Quali. Ich hoffe das gelingt mir wieder und ich kann mein bestes Snowboarden abrufen. Am Freitag ist die Quali, am Samstag das Rennen und am Sonntag der Teamevent. Drückt mir also weiterhin die Daumen.
YES! Endlich habe ich die Quali wiedereinmal geschafft. Es war nicht leicht, da der Schnee immer weicher wurde je länger der Tag war. Ich hatte eine relativ hohe Startnummer, daher nicht unbedingt die besten Voraussetzungen. Der erste Lauf ist mir gut gelungen, klar hätte er noch besser sein können aber es reichte. Im zweiten versuchte ich nochmals einen drauf zu legen, aber die Bedingungen liessen es nicht mehr zu. Insgesamt habe nur ganz wenige Fahrer einen schnelleren zweiten Lauf gehabt. Die Zeiten waren sehr eng beisammen. Ich bin also sehr happy einer von nur zwei Schweizer Herren zu sein, die die Finals erreicht haben. 44. Schlussrang, 48 kommen weiter. Uhuuu, knapp.

Morgen ist ein neuer Tag und ein neues Spiel, alles kann passieren und ich werde fighten!!!
Es sollte auch irgendwo im TV kommen, leider habe ich noch keine Infos wo. Also drückt die Daumen und verfolgt mich im TV, oder noch besser Live!
Hallo zusammen
Schon ist wieder viel Zeit vergangen. Fast drei Wochen ist mein Unfall nun her. Mir geht der Winter einfach viel zu schnell vorüber. Es gibt immer soviele Sachen die ich noch machen möchte, so viele Lines die ich gerne noch in den frischen Schnee zaubern würde. Doch nach Sochi gab es für mich hauptsächlich nur ein grösseres Ziel, nämlich wieder gesund und fit zu werden für Arosa.
Während der Rest meines Teams kleinere Rennen bestritt, nutzte ich die Zeit intensiv und habe viel für meinen Nacken gearbeitet. Ich war oft in der Physiotherapie und noch öfter im Kraftraum. Auch die Erholung, zum Beispiel im heissen Bad, durfte narürlich nicht fehlen. Viele gezielte Übungen sollten meinen Nacken möglichst schnell wieder fit machen. Nach diversen Untersuchen stellte sich heraus, dass mein Nacken tatsächlich meine Schwachstelle ist. Ich werde auch in Zukunft mehr Energie in Haltungsübungen, gezieltes Kraft- sowie Atemtraining investieren müssen.

Ich bin nun wieder bereit auf der Piste Gas zu geben. Der Nacken ist soweit schmerzfrei, dass er mich nicht mehr behindert beim Snowboarden. Ich hoffe das bleibt so und ich kann den Rest der Saison nochmals angreifen und alles geben.
Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Noch drei wichtige Weltcups also. Diesen Freitag die Quali und Samstag dann das Rennen in Arosa. Danach geht es gleich weiter auf Veysonnaz SUI und schlussendlich noch zum Weltcupfinale nach Spanien.
Die nächsten News werden also aus Arosa folgen. Bleibt dran und drückt mir die Daumen...
Sorry für die späten News. Leider lief es mir wieder nicht wie erhofft. Es fällt mir immer schwer solche News zu schreiben, aber das gehört nun mal dazu. Viel lieber würde ich einmal Positives berichten...
Das Malheur passierte bereits in der ersten Trainingsfahrt, kurz vor der Ziellinie. Ich bin über einer Doppelwelle zu weit geflogen und direkt in der nächsten Doppelwelle gelandet. Da ich in einer gestreckten Körperposition auf der Doppelwelle aufschlug, hat es meine Wirbelsäule ziemlich hart zusammengestaucht. Einige Wirbel waren sofort blockiert und ich konnte mich kaum mehr bewegen, die Schmerzen waren enorm gross.
Das Positive war, dass ich meinen ersten Lauf schon voll auf Angriff gefahren bin und alles super funktionierte. Solche Läufe gelingen mir normalerweise nicht gleich von Anfang an. Dies gab mir viel Selbstvertrauen für den darauffolgenden Qualitag. Ich hoffte, meine Nackenprobleme soweit in den Griff zu bekommen, dass ich die Quali fahren konnte. Trotz intensiver Physiotherapie und einigen Schmerztabletten ging es mir aber nicht wirklich besser am nächsten Tag. Ich versuchte trotzdem zu starten, allerdings kam ich nur ungefähr 100 Meter weit. Ein kleiner Schlag reichte bereits und es fühlte sich so an, als würde mir jemand mit dem Messer in den Hals stechen. Danach war mein Rennwochenende definitiv vorbei.
Nun bin ich schon wieder in der Schweiz und hatte heute diverse Arztbesuche. Ich werde intensiv daran arbeiten, dass ich möglichst fit und schmerzfrei am Weltcup in Arosa vom 07.-09. März starten kann. Der Arzt hat mir sein OK gegeben, es ist zwar noch ein kleiner Eingriff nötig aber auch das werde ich schaffen.
Nun gilt es einmal mehr: das Positive mitnehmen, das Schlechte schnell vergessen und nach Vorne schauen... Hmm, kommt mir irgendwie bekannt vor :-)
Es gibt aber auch gutes zu berichten. Zwei neue Videos sind online, ein Freeride- und ein BX-Abenteuer. Schaut unbedingt bei "Videos" rein! Ein MUST SEE!
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